Dieser Beitrag ergänzt unseren Bericht vom 18. März 2026.
90 Besucher*innen kamen am 17. März ins Itzstedter Bürgerhaus, um sich den Vortrag von Grabungsleiter Matthias Lindemann vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein zu den Grabungen im Sommer 2025 in Itzstedt anzuhören. Das zeigt, wie groß das Interesse an diesem Fund ist. Lindemann machte es spannend, indem er zunächst über Charakteristika der Bronzezeit im Allgemeinen und die Bestattungskultur im Besonderen berichtete, um die Funde entsprechend in den archäologischen Kontext von ähnlichen Funden in Norddeutschland und Nordeuropa einzuordnen.
Den Höhepunkt des Vortrags bildete dann die Beschreibung der Umstände des Schwertfundes und dessen Bergung. Lindemann betonte, dass dies ein ganz besonderer Moment in seiner archäologischen Arbeit gewesen sei – so einen Fund mache man wahrscheinlich nur einmal im Leben!
Das besondere an dem Schwertfund in Itzstedt sei die Tatsache, dass es hier organische Anhaftungen an dem Schwert gibt, die Auskunft über die Holzart der Schwertscheide und die Fellart geben können, mit der die Scheide ausgekleidet war.
Eine Überraschung gab es, als Lindemann sich angesichts der Kürze des Schwertgriffs Gedanken zum Gebrauch bzw. zur Führung des Schwertes machte. Da stand ein Gast aus Hamburg auf und präsentierte eine originalgetreue Nachbildung eines ähnlichen Schwertes und erläuterte dessen Handhabung mittels eines nachgebauten Holzgriffs.
Matthias Lindemann gestaltete seinen Vortrag äußerst lebendig und anschaulich und gab auch die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum. Es gab viel und lange Applaus.
Wir werden den weiteren Weg des Bronzeschwertes verfolgen und über weitere Erkenntnisse dazu aus den weiterführenden Untersuchungen berichten.
Für Ende November 2026 ist zudem ein Beitrag in der Jahreszeitschrift des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein geplant.

