
Sprecher
Grafikdesigner, Journalist, Vater
Als ich ungefähr acht Jahre alt war, wurde ich Grüner. Das war ein paar Jahre bevor es „Die Grünen“ gab! Wie ist’s passiert? Mein Grundschullehrer damals war auch Gärtner, Musiker, Naturliebhaber und Geschichtenerzähler, ein Ur-Grüner. Wir waren im Unterricht viel draußen im Wald, sangen selbst und lauschten sowohl den Gesängen der Vögel als auch seinen Geschichten.
Als in unserem Moor, nahe meines Heimatdorfes in Niedersachsen, ein NATO-Stützpunkt mit Panzerdepot errichtet werden sollte, sind wir auf die Straße und die Barrikaden gegangen! Der seltene Brachvogel war unser Wappentier.
War klar, dass ich später gegen Atomkraftwerke und Pershing 2 protestierte. Prägend und legendär: 1981 mit 300.000 Menschen im Bonner Hofgarten!
Seitdem war mein politisches Engagement eher beobachtend und vorlebend im Alltag. In der Familie, im Beruf – einfach kleine Entscheidungen zu treffen, die das Leben von uns, von den Kolleginnen und Kollegen und dem Teil der Umwelt, den wir direkt beeinflussen können, etwas besser machen.
Dann kam die Ampel, die blockierende FDP, der zögernde Kanzler und – Robert, der mit Adlerblick, Kompromissbereitschaft und viel gutem Willen und Worten, den populistischen Lösungen der Rechten, so klar und eindeutig entgegenstand. Der Ampelbruch war der Impuls endlich selber mehr aktiv zu werden: über die Familie hinaus ins Dorf, in die Region!
In meinem schönen Heimatdorf Wakendorf II engagiere ich mich beim Aufbau einer Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ )-Initiative, die wir als Bürgerverein gründen wollen. Diese Initiative verfolgt das Ziel, wirtschaftliche Aktivitäten an ein demokratisch definiertes Gemeinwohl auszurichten. Dabei stehen besonders Werte wie Zusammenarbeit, die Achtung der Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit im Fokus. So stellt die GWÖ den Menschen und nicht die Gewinnmaximierung in der Vordergrund.
Innerhalb dieser Rahmensetzung wollen wir herausfinden, wie wir unser Dorf für die nächsten 30 Jahre weiterentwickeln wollen. Meine persönlichen Schwerpunkte dabei sind die Themen „Regionale Produkte“, „Ernährung“, und „Nachhaltige Energie und Wärmeplanung“, sowie der damit verbundene Klimaschutz.
Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit wundervollen Menschen und das, was ich lernen und weitergeben kann!